Überlastete Notaufnahmen in Sachsen-Anhalt: Statt Behandlung gibts Geld fürs Abweisen von Patienten

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Falsche Sparpolitik von CDU und SPD rächt sich durch einen immensen Fachärztemangel.

Es kommt immer häufiger vor, dass Menschen mit Alltagserkrankungen die Notaufnahme anstelle des Hausarztes aufsuchen. Das führt zu Behandlungsstau und steigenden Kosten, die vor allem die Krankenkassen kritisieren. Eine bundesweite Richtlinie soll das ändern. Patienten mit sogenannten Bagatellerkrankungen dürfen künftig von Notaufnahmen abgewiesen werden – gefördert durch Prämienzahlungen der Krankenkassen.

Der gesundheitspolitische Sprecher der AfD-Landtagsfraktion Sachsen-Anhalt, Ulrich Siegmund, hat zwar Verständnis dafür, dass neue Wege gegangen werden müssen, um Notaufnahmen zu entlasten, aber auch dieses Problem sei durch die Altparteien verursacht: „Die sogenannte ‚Abklärungspauschale‘ ist inhuman. Wer behandelt werden muss, muss sich immer auf die medizinische Versorgung verlassen können. Schuld an der Überlastung unserer Notaufnahmen sind vor allem die Altparteien CDU und SPD. Über Jahre hinweg wurde am falschen Ende gespart und zu wenig in die Nachwuchsförderung investiert. Jetzt rächt sich die falsche Sparpolitik durch einen immensen Fachärztemangel, der gerade in Sachsen-Anhalt eine zum Teil prekäre Unterversorgung im ländlichen Raum bewirkt. Doch statt dieses Problem anzugehen, wird in diesem Land ernsthaft über eine kostenlose Gesundheitskarte für Migranten diskutiert. Dabei belasten gerade sie unser Gesundheitssystem nachhaltig, ohne je in dieses eingezahlt zu haben. So viel zum Thema ‚Keinem wird etwas weggenommen‘.

Wir brauchen mehr Ärzte und entsprechende Anreize, damit sie sich in Sachsen-Anhalt niederlassen: finanzielle Förderung von Praxisneugründungen oder -übernahmen und einen geringeren Patientenschlüssel pro Arzt. Natürlich brauchen wir auch neue Versorgungsstrukturen, die möglichst viele Fachärzte an einem Ort bündeln sowie eine höhere Vergütungspauschale für die Behandlung von Notfällen in Krankenhäusern. Es kann nicht sein, dass bei der Notfallbehandlung über 60 Prozent Minus gemacht wird.“

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