Placebo der Bundesregierung: Flakpanzer „Gepard“ wird in der Ukraine nicht sinnvoll zum Einsatz kommen

Rüdiger Lucassen MdB, AfD-Landessprecher NRW und verteidigungspolitischer Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, FotoCollageAfD/CC0-Pixabay_skeeze CC0-Pixabay

Die Bundesregierung hat angekündigt, einige Dutzend Flakpanzer „Gepard“ an die Ukraine liefern zu wollen. Dieses mobile Flugabwehrsystem ist seit 2012 nicht mehr in der Bundeswehr im Einsatz. Die letzten Exemplare wurden mit der Auflösung der Heeresflugabwehr ausgemustert. Die Lieferung soll nun aus Restbeständen erfolgen, die beim Rüstungshersteller Krauss-Maffei Wegmann lagern. Der verteidigungspolitische Sprecher der AfD-Bundestagsfraktion, Rüdiger Lucassen, zweifelt an der Zweckmäßigkeit einer Lieferung dieser Flakpanzer:

„Der Gepard ist ein solides System zur Fliegerabwehr im Nahbereich, aber nur bei hohem Ausbildungsstand der Besatzung, im abgestimmten Verbund mit anderen Truppenteilen und wenn ausreichend Munition und Instandhaltung gesichert sind. Diese Voraussetzungen sind für den Einsatz in den ukrainischen Streitkräften momentan nicht oder nicht ausreichend vorhanden. Ich wage daher die Prognose, dass der Gepard im Ukraine-Krieg nicht zum Einsatz kommen wird. Aus meiner Sicht handelt es sich damit um ein Placebo der Bundesregierung, um auf der Geberkonferenz in Ramstein nicht mit leeren Händen erscheinen zu müssen. Das bestätigt die grundsätzliche Skepsis der AfD-Fraktion gegenüber Waffenlieferungen an die Ukraine.“