Nicolaus Fest zum geheimen EUROPOL-Bericht | Interview & Video

MdEP Nicolaus Fest zur EUROPOL-Einschätzung der Terrorismusgefahr in Europa

AfD Kompakt: Herr Fest, Europol hat kürzlich einen Bericht zum Terrorismus in Europa vorgestellt. Was steht drin?

Fest: Größte Gefahr sei der islamische Terrorismus. Die Bedrohungslage sei unverändert hoch. Auf Platz 2 folge der Terrorismus der Linken, von den terroristischen Organisationen in Südeuropa bis zu den Radikalkommunisten der europäischen Antifa. Überraschend die Aussage: Eine Gefahr von Rechts gebe es nicht. Was unter rechten Terrorismus gerechnet werde, seien Taten Einzelner, meist Waffennarren mit schweren Persönlichkeitsstörungen. Ein politisches Programm hätten sie nicht. Ihr Terrorismus entspringe ausnahmslos ihrer Wut auf die Welt und alle, die an ihrem Unglück schuld seien: Freimaurer, Juden, Frauen, usw.

Frauen?

Das FBI nennt diesen Tätertypus Incel, das steht für Involuntary celibacy, also unfreiwilliges Zölibat. Kurzum Männer, die bei keiner Frau landen können. Die Täter von Christchurch und Halle fallen in diese Kategorie. Dieser Hass ist das genaue Gegenteil von politisch: Er ist individuelle Psychopathologie, kein gesellschaftspolitischer Ansatz.

Der Bericht von Europol ist Verschlusssache. Was heißt das?

Der Bericht mußte in einem gesicherten Raum eingesehen, Handys abgegeben, Notizen duften nicht gemacht werden.

Was war der Grund für die Geheimhaltung?

Kann ich nicht sagen. Auch Kollegen wunderten sich, da Hinweise auf Quellen nicht erkennbar seien. Aber der Bericht widerspricht erkennbar allem, was in deutschen Medien letztens zum Rechtsterrorismus zu lesen war – und auch Innenminister Seehofer. Vielleicht liegt hier der Grund der Geheimhaltung.

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