Auslandseinsätze reduzieren – mehr Geld für Investitionen – Wehrpflicht einsetzen

Georg Pazderski, stellvertretender AfD-Bundesvorstand und Vorsitzender der AfD-Fraktion im Berliner Abgeordnetenhaus, FotoAfD/Pixabay-JensMo

Eine Ausweitung des Afghanistaneinsatzes sei strategisch falsch und in der jetzigen Situation der Bundeswehr verantwortungslos gegenüber unseren Soldaten.

Der stellvertretende AfD-Bundesvorsitzende Georg Pazderski: „Der Zustand der Bundeswehr ist, wie es auch der Wehrbeauftragte in seinem Jahresbericht festgestellt hat, desolat.“

„In dieser Situation immer neue Auslandseinsätze zu beschließen und bestehende auszuweiten, zeugt von einer fatalen Fehleinschätzung bei der Beurteilung der Lage durch die Verantwortlichen.“ Eine Ausweitung des Afghanistaneinsatzes sei strategisch falsch, politisch wirkungslos und in der jetzigen Situation der Bundeswehr verantwortungslos gegenüber unseren Soldaten, so der stellvertretende AfD-Bundesvorsitzende.

Die Union habe es schon lange aufgegeben, sich für die Truppe und deren Einsatzbereitschaft einzusetzen. Die einstige Partei für die Bundeswehr werde zu deren Totengräber. Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen soll ihr fatales Werk nun auch noch in der kommenden Regierung fortsetzen.

“Ist es das Ziel der Union, die Bundeswehr so lange kaputt zu sparen, bis an der gewünschten Utopie einer europäischen Armee kein Weg mehr vorbeiführt”, so Pazderski.

„Die AfD geht diesen Weg nicht mit. Wir sehen uns als die wirkliche Partei für die Bundeswehr und fordern deshalb die unverzügliche Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft der deutschen Streitkräfte“, stellt der AfD-Bundesvorsitzende fest und fordert: „Wir müssen die Auslandseinsätze der Bundeswehr auf ein notwendiges, an den sicherheitspolitischen Interessen Deutschlands ausgerichtetes Minimum zurückführen. Damit die Ressourcen des Verteidigungsetats für die Wiederherstellung der Einsatzbereitschaft der Streitkräfte verwendet werden können.“ Insgesamt müssen mehr finanzielle Mittel für Ausrüstung, Personal und Infrastruktur der Bundeswehr zur Verfügung gestellt werden.

Zudem ist die Wiedereinsetzung der Wehrpflicht unabdingbar, um der Bundeswehr einen ausreichend qualifizierten Personalnachwuchs zu ermöglichen.

„Und schließlich wird, um all das effizient umzusetzen, die derzeitige Führungsspitze ausgetauscht werden müssen. Mit Frau von der Leyen und den sie umgebenden Jasagern ist die Bundeswehr nicht zu retten“, fordert Pazderski. (Berlin, 5.3.2018)